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Verdrängen löst keine Barrieren
Ausgabe 3 in 2026

Domingos de Oliveira (netz-barrierefrei.de):

Der Verdrängungs-Bias beschreibt die Tendenz, unangenehme oder langfristige Herausforderungen gedanklich aufzuschieben. Im Kontext der Barrierefreiheit bedeutet das: Hürden werden oft erst dann als dringend wahrgenommen, wenn sie einen selbst oder das direkte Umfeld betreffen. Dabei profitieren von barrierefreien Lösungen weit mehr Menschen als häufig angenommen – etwa Familien mit Kinderwagen, Personen mit temporären Verletzungen oder ältere Menschen. Ein bewusster Umgang mit diesem Bias hilft, Barrierefreiheit frühzeitig mitzudenken und nachhaltige, inklusive Strukturen zu schaffen.

Interessante Beiträge

In diesem Interview berichtet Clara Henning über ihre Erfahrungen bei User-Tests mit Menschen mit Behinderungen und zeigt, wie diese Tests digitale Produkte verbessern können. Der Fokus liegt darauf, Barrieren frühzeitig zu erkennen und die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen.

Interview mit Clara Henning zu User-Tests mit Menschen mit Behinderung

Der Artikel erklärt, wie Unternehmen Feedback zur Barrierefreiheit nutzen können, um nicht nur gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern echte Servicequalität zu bieten. Praxisnahe Tipps zeigen, wie Barrierefreiheit zu einem strategischen Vorteil wird.

Feedback zur Barrierefreiheit – von der Compliance zum Service

Der Beitrag beleuchtet, warum viele Menschen Barrieren im digitalen Raum hinnehmen, ohne zu reklamieren, und welche Auswirkungen dies auf Unternehmen hat. Er zeigt auf, wie Sensibilisierung und einfache Meldemöglichkeiten die Situation verbessern können.

Warum sich wenige über mangelnde Barrierefreiheit beschweren

Dieser Blogartikel betont, dass Barrierefreiheit mehr als gesetzliche Pflicht ist und Unternehmen damit die Qualität und Nutzerfreundlichkeit ihrer digitalen Angebote steigern können. Strategische Integration wird als langfristiger Vorteil dargestellt.

Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal, nicht als Pflichtübung

Die Podcast‑Reihe „distriko Perspektiven“ beleuchtet digitale Zukunftsthemen, Strategien und Praxisbeispiele rund um Barrierefreiheit, Effizienz und Digitalisierung in Unternehmen. Jede Folge bietet praxisnahe Einblicke, etwa zur Barrierefreiheit im Web oder zu relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen.

distriko Perspektiven – Podcast

Der Beitrag untersucht die Rolle menschlicher Kontrolle bei KI-Systemen, insbesondere wie Entscheidungen von Algorithmen überwacht und verantwortungsbewusst eingesetzt werden können. Ziel ist es, Vertrauen und Transparenz in KI-Anwendungen zu stärken.

Künstliche Intelligenz und menschliche Kontrolle

Der Beitrag schlägt ein Konzept vor, wie Meldungen zur Barrierefreiheit besser gesammelt werden können.

Digitalzentrum Fokus Mensch – News

Der Norm‑Entwurf DIN ISO 24495‑2 definiert Leitlinien für juristische Kommunikation in einfacher Sprache, um rechtliche Inhalte verständlicher und zugänglicher zu machen. Ziel ist es, dass Menschen mit unterschiedlichen Vorwissen und kognitiven Fähigkeiten Rechtsansprüche und Pflichten besser nachvollziehen können.

DIN ISO 24495‑2: Einfache Sprache – Juristische Kommunikation

Die Universität Marburg stellt praxisnahe Hilfsmittel und Dokumentvorlagen für barrierefreie Office‑Dateien bereit, die dabei helfen, Dokumente für alle Nutzer*innen zugänglich zu gestalten. Dies umfasst Tipps zu Struktur, Formatierung und assistiven Funktionen.

LibreOffice – Anleitung zur Barrierefreiheit in Office‑Dokumenten

Weiter gehts auf Englisch: Diese Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie man mit LibreOffice barrierefreie Dateien erstellt, etwa durch richtige Überschriften, Alternativtexte und Tabellenstruktur. Sie richtet sich an alle, die barrierefreie Office‑Inhalte produzieren wollen.

Creating Accessible LibreOffice Files (Document Foundation Wiki)

Der Artikel untersucht systematisch Barrieren im Web‑Zugriff für Menschen mit Behinderungen und zeigt auf, wie diese Hürden die Nutzung digitaler Systeme erschweren. Er stellt ein Rahmenwerk vor, um Barrieren über unterschiedliche Behinderungsgruppen hinweg zu erfassen und zu bewerten.

Wissenschaftlicher Artikel zu Web‑Barrierefreiheitsproblemen

Der Beitrag beschreib die Problematik von KI-erzeugtem Code in der Barrierefreiheit.

AI is locking people out. At Scale.

Die Publikationsseite von CogAUX sammelt Arbeiten, Artikel und Ressourcen rund um cognitive accessibility, also die Gestaltung digitaler Systeme für Menschen mit kognitiven Anforderungen. Der Fokus liegt auf Forschung, Governance und praktischen Studien, die helfen, digitale Produkte inklusiver zu entwickeln.

Publications – CogAUX

Dieser umfassende Leitfaden listet eine Vielzahl an Ressourcen, Tutorials und Tools, mit denen Entwickler*innen mobile Apps (iOS und Android) barrierefrei gestalten und testen können. Er bietet Einstiegspunkte, Standards, Werkzeuge und Best‑Practice‑Links für barrierefreie mobile Entwicklung.

The Ultimate Mobile Accessibility Resource Guide

Gute Nachrichten des Monats

Auf Rehadat wird ein Urteil dargestellt, wonach Personen mit Behinderung ein Recht auf Remote Work haben können.

Rehadat Recht – Entscheidung zu 3 Ca 216/22

Mattel kündigt die erste Barbie-Puppe mit Autismus an, ein sichtbares Zeichen für mehr Repräsentation und Inklusion im Spielzeugbereich. Sie hat kontroverse Diskussionen in der Community ausgelöst.

Barbie präsentiert erste Barbie‑Puppe mit Autismus

Android verbessert die Tastatur-Bedienung für verschiedene Gruppen.

Android‑Barrierefreiheitsfunktionen – Google Support

Der Artikel im Weser‑Kurier thematisiert stille Stunden in Bremen, während der Musik in bestimmten Geschäften wie IKEA und EDEKA aus Rücksicht auf sensible Menschen reduziert oder abgeschaltet wird. Es geht um Inklusion, Rücksichtnahme und den Umgang mit sensorischen Barrieren im öffentlichen Raum.

Stille Stunde in Bremen – wenn IKEA und EDEKA die Musik abdrehen

Einige Telekom‑Shops bieten künftig eine „Magenta Stille Stunde“ für Beratung in ruhiger Atmosphäre an, um Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten einen angenehmeren Service zu ermöglichen. Diese Initiative soll den Zugang zur Beratung für Personen mit Autismus, Hörsensitivität oder ähnlichen Bedürfnissen erleichtern.

Telekom Shops führen „Magenta Stille Stunde“ ein

Der Artikel untersucht Herausforderungen und Strategien zur barrierefreien Kommunikation im Gesundheitswesen, insbesondere für Menschen mit Behinderungen. Er zeigt auf, wie digitale und physische Kommunikationsprozesse inklusiv gestaltet werden können.

Wissenschaftlicher Artikel zu barrierefreier Gesundheitskommunikation

Kobinet-Nachrichten berichtet, dass das Niedersächsische Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) in Leichter Sprache veröffentlicht wurde, um Verständlichkeit und Zugang für alle Menschen zu verbessern. Dies unterstützt die politische Teilhabe und das Verständnis rechtlicher Regelungen.

Niedersächsisches BGG in Leichter Sprache

Die KVN‑Publikation informiert über einen erweiterten Kriterienkatalog zur Barrierefreiheit in Arztpraxen, der physische, kommunikative und organisatorische Zugangsbarrieren adressiert. Ziel ist es, medizinische Versorgung inklusiver und zugänglicher für alle Patient*innen zu gestalten. Barrierefreiheit in Praxen – Kriterienkatalog erweitert

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